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Gewässer und Bodenschutz

Auf den ersten Blick scheint ein Flughafen dem gleichen Wasser- und Abwasserkreislauf zu unterliegen wie jeder andere Betrieb im produzierenden oder im Dienstleistungsgewerbe. Bezogen auf den Trinkwasser- und Schmutzwasserkreislauf mag dies überwiegend zutreffen.

Beim Abwasser aus den gastronomischen Einrichtungen jedoch treten Unterschiede auf. Das Abwasser wird mit natürlichen Fettabscheidern vorbehandelt. Erst danach wird es zusammen mit dem Abwasser aus den Abfertigungs- und Bürogebäuden in das Schmutzwasserkanalisationsnetz der Stadt Leipzig eingeleitet.

Oberflächenentwässerung

Für die beiden Start- und Landebahnen kommt ein ausgeklügeltes System zur Oberflächenentwässerung der versiegelten Flächen zum Einsatz. Dazu zählen Schlitzrinnensammler, Kanäle, Mulden und Rigolen entlang der Flugbetriebsflächen.

Leichtflüssigkeitsabscheider tragen Sorge dafür, dass eventuell im Niederschlagswasser enthaltene Restmengen von Betriebsstoffen herausgefiltert werden.

Das Regenwasser wird einer Qualitätskontrolle unterzogen und gelangt bei Notwendigkeit in Klärbecken. Über die darauf folgenden Regenrückhaltebecken wird es anschließend dosiert in die umliegenden Bachläufe abgeleitet.

Mit modernster Computertechnik lässt sich das Entwässerungssystem kontrollieren und steuern. Somit wird in mehrfacher Hinsicht Sicherheit für den Boden und die umliegenden Gewässer geschaffen:

  • Schutz vor Überflutung bei anhaltenden Niederschlägen durch Speicherung und regulierte Wasserabgabe
  • Schutz vor Einleiten von Gefahrenstoffen in die umliegenden Bäche durch Absperrung der Rückhaltebecken

Vorsorge für den Gewässer- und Bodenschutz

Neben ihrer primären Aufgabe der Brand- und Katastrophenbekämpfung ist die Flughafenfeuerwehr (insbesondere bei Havarien) für den Schutz des Bodens und der Gewässer verantwortlich.

Im Notfall erfolgt entsprechend eines Alarmplans der koordinierte Einsatz der Flughafenfeuerwehr, umliegender Ortsfeuerwehren, des Technischen Hilfswerkes sowie der Ölwehren des Umweltnotdienstes. Kleinere, bei der Flugzeugbetankung ausgelaufene Kerosinmengen werden durch Bindemittel oder ein Spezialgerät der Flughafenfeuerwehr aufgenommen. Sie werden anschließend einer fachgerechten Entsorgung zugeführt.

Umweltverträglicher Winterdienst

Auch der Winterdienst des Flughafens trägt mit seiner modernen Gerätetechnik Sorge für eine saubere Umwelt. Die Flugsicherheit soll in erster Linie ohne Einsatz von Chemikalien gewährleistet werden. Bei Bedarf werden biologisch abbaubare Mittel auf Formiat-Basis zur Enteisung der Flugbetriebsflächen eingesetzt.

Auf separaten Standplätzen werden die Flugzeuge mit einem Glykol-Wasser-Gemisch enteist. Überflüssige Enteisungsmittel können so gezielt aufgefangen, in unterirdische Behälter abgeleitet und anschließend fachgerecht entsorgt werden. Wie bei der Start- und Landebahn Nord erfolgte auch bei der Start- und Landebahn Süd eine Verbesserung der Enteisungssysteme. Die Enteisungsplätze entstanden direkt an den Zurollwegen. Dadurch können die Flugzeuge unmittelbar vor dem Start enteist werden, sodass weniger Enteisungschemikalien benötigt werden.