Biomonitoring mit Bienen
Biomonitoring mit Bienen ist ein weiteres Verfahren zur Untersuchung der Luftqualität in einem bestimmten Beobachtungsgebiet.
Die Biene kann direkt über Wasser und Luft Schadstoffe aufnehmen und in das Bienenvolk tragen. Darüber hinaus können Pflanzen Schadstoffe aus Luft, Wasser oder Boden aufnehmen und über die Nektar- und/oder Pollentracht an die Bienen weitergeben.
Bienenvölker durchfliegen ihr Fluggebiet sehr intensiv und decken dabei mindestens eine Fläche von 12 km2 ab. Die Untersuchung des Honigs kann aufzeigen, wie sich die Schadstoffbelastung in diesem Gebiet zusammensetzt. Es ergibt sich ein Bild der Umweltbedingungen im Erntegebiet. Die Biene selbst wirkt quasi als „Biofilter“. Sie ist sehr empfindlich gegenüber Pflanzenschutzmitteln und anderen Chemikalien. Die Eigenschaft der Biene als Indikator und Sammler sowie die mögliche Akkumulation von Schadstoffen in Pollen, Wachs und Honig dient somit der Überwachung und Einschätzung von Immissionen im jeweiligen Beobachtungsgebiet. (Quelle: ADV)
Kontakt
Zur Luftuntersuchung im Umland des Flughafens wurden Bienenvölker in Schkeuditz, OT Kursdorf, unmittelbar im Bereich der Flugbetriebsflächen aufgestellt. Als Vergleichsstandort wurde z. B. der Schkeuditzer Ortsteil Wehlitz ausgewählt.
Nach Eintrag des Nektars wurde der daraus gewonnene Honig auf polyzyklische Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle und BTEX (Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylole) untersucht. Ein entsprechend zertifiziertes Labor stellte keine Belastungen des Standortes Kursdorf fest.
Weitere Standorte werden in den nächsten Jahren geprüft.

