Begriffserläuterungen
Lärmimmission
Lärmempfinden / Lärmmessung
Mit objektiven Messverfahren allein ist nur Lautstärke, nicht aber Lärm zu erfassen. Bei der Messung von Schall wird jedoch die Eigenart der Wahrnehmung durch das menschliche Gehör berücksichtigt. Um dem Lautstärkeempfinden näherungsweise gerecht zu werden, wurde für akustische Messungen ein logarithmischer Maßstab gewählt. Die Maßeinheit ist das Dezibel, abgekürzt dB. Der Hörschwelle ist der Wert Null dB zugeordnet, der zehnfach stärkeren Schallintensität der Wert 10 dB, der hundertfachen 20 dB usw. Denn: Eine Verzehnfachung der Schallintensität empfindet das Gehör als Verdoppelung der Lautstärke.
Die Schmerzgrenze liegt bei etwa 130 dB. Da das Gehör zudem unterschiedlich empfindlich gegen hohe und tiefe Töne ist, wird in die Messgeräte zusätzlich ein genormter A-Filter eingeschaltet. Die Maßeinheit wird dementsprechend dB(A) genannt.
Lautstärke
Dezibel – dB(A)
Der zehnte Teil eines Bel. Ein Bel ist definiert als der dekadische Logarithmus des Verhältnisses zweier gleichartiger Größen. Wird üblicherweise zur Messung des Schallpegels benutzt, wobei die aktuelle Schalleistung ins Verhältnis zu einer vereinbarten Bezugsschalleistung gesetzt wird. Abkürzung: dB.
Rechenvorschrift:
LP = 10 * log(P / P0) in dB
P = Schalleistung
p0 = Bezugsschalleistung (Hörschwelle, 10-12 Watt)
Ein Dezibel entspricht ungefähr der kleinsten wahrnehmbaren Änderung der Lautstärke, die ein Mensch empfinden kann. Schallpegel werden international als A-Pegel angegeben - dB(A). Diesem A-Pegel liegt eine Frequenzbewertung zugrunde, die an die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs angelehnt ist und somit auch den unterschiedlichen Klang von Geräuschen berücksichtigt. Die Messskala für dB(A) ist logarithmisch. Eine Erhöhung um 10 dB(A) entspricht etwa einer Verdoppelung der Lärmwahrnehmung.
Äquivalenter Dauerschallpegel (Leq)
Bei der Beurteilung von Lärm werden verschiedene Komponenten in Betracht gezogen. Nicht nur die Intensität des Lärms, sondern auch seine Dauer und Häufigkeit sind wichtig. Die Spitzenpegel werden besonders berücksichtigt. Beim äquivalenten Dauerschallpegel (Leq) wird der über eine bestimmte Zeit an einem bestimmten Ort gemessene Lärm auf ein vergleichbares Dauergeräusch umgerechnet. Der Leq wird in dB(A) ausgedrückt und ist ein weltweit anerkanntes Maß. Auch bei den im Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm festgelegten Werten handelt es sich um äquivalente Dauerschallpegel.
Der meist benutzte Wert ist der energieäquivalente Dauerschallpegel Leq(3). Die Zahl in Klammern (3) gibt den Verdoppelungsparameter an. Dies bedeutet, die doppelte Zahl gleichartiger Schallereignisse führt ebenso wie die gleiche Zahl doppelt so lauter Einzelschallereignisse zu einem Anstieg des Dauerschallpegels um 3 dB(A) (das "A" bedeutet, dass das Frequenzspektrum der Geräusche entsprechend der Empfindlichkeit des menschliches Ohrs korrigiert wurde).
Der Leq(3) berechnet sich aus der logarithmischen Summe der Schallereignispegel SEL (oder auch Lax genannt).
Maximalpegel
Schall(druck)pegel
Schallereignispegel (SEL) oder auch LAX
(auch LAE) Mit dem LAeq eng verwandter Parameter, mit dem einzelne Ereignisse erfasst werden (z.B. Fluglärm-Überflüge, Vorbeifahrten). Dabei wird die Schallenergie auf eine Zeitdauer von 1 sec normiert. Nach DIN 45643 [5] wird der LAX aus dem Maximalpegel und der so genannten t10- Zeit folgendermaßen berechnet:
LAX = LASmax + 10 log (t10/tref) – 3 dB
(tref = 1 Sekunde)
Unter der Ereignisdauer t10 (t10-Zeit) eines Flugereignisses wird die Zeit verstanden, in der der sekündliche Schallpegel größer als –10 dB des Maximalwertes ist (t10-Zeit).
Schallgeschwindigkeit
Spitzenpegel
Zeitbewertung
Um schwankende Schallpegel auf den früher üblichen Zeigerinstrumenten verfolgen zu können, wurden verschiedene Zeitkonstanten eingeführt: Fast, Slow, Impulse. In den Normen wird in der Regel vorgeschrieben, welche Z. anzuwenden ist.
Kurze Schallimpulse werden oftmals als wesentlich störender empfunden, als längere Schallereignisse. Deshalb wird bei Geräuschmessungen die Dauer der einzelnen Schallimpulse durch eine Zeitbewertung berücksichtigt. Bei der Fluglärmmessung wird die Zeitbewertung SLOW verwendet.
