Flughafen Leipzig/Halle 2004-2006

2004

Am 4. November 2004 erhielt der Flughafen Leipzig/Halle vom  Regierungspräsidium Leipzig den Planfeststellungsbeschluss zum Neubau der Start- und Landebahn Süd. Damit war der Grundstein für eine weitere Entwicklungsetappe im Rahmen des bedarfsgerechten Ausbaus des Flughafens gelegt.

Der Planfeststellungsbeschluss verschaffte dem Airport die rechtliche Voraussetzung, innerhalb der folgenden fünf Jahre mit dem Neubau der verschlissenen Start- und Landebahn Süd zu beginnen. Die neue Südbahn konnte nun wie geplant um 20 Grad gedreht und in paralleler Lage zur Start- und Landebahn Nord, mit einer Länge von 3.600 Metern, neu errichtet werden.

Dass die Gesellschafter und das Management des Flughafens bei der Entwicklung auf eine langfristig ausgerichtete Strategie gesetzt haben - und dies der richtige Weg war -, wurde insbesondere durch die Standortentscheidung der Deutschen Post World Net deutlich. Die Absichtserklärung der Deutschen Post World Net vom 9. November 2004, das europäische DHL - Drehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle zu errichten, war ein positives Signal für den gesamten Wirtschaftsraum. Beide am Projekt beteiligte Seiten haben Investitionen getätigt, die die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens sowie der Region nachhaltig sicherstellen sollen.

Start- und Landebahn Süd

2005

Mit seinem Entscheid vom 19. Mai 2005 machte der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichtes den Weg für den Ausbau des Flughafen Leipzig/Halle frei. Der Richterspruch des Bundesverwaltungsgerichts bestätigte zudem den erteilten Planfeststellungsschluss, der die Voraussetzung für die geplante Errichtung des DHL-Drehkreuzes war. Der Entscheid gab sowohl dem Flughafen Leipzig/Halle als auch DHL die nötige Planungssicherheit, um von der sofortigen Vollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses zum Neubau der Start- und Landebahn Süd Gebrauch zu machen. Das Gericht wies mit seinem Urteil einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz ab.

Bereits am 31. August 2005 folgte der symbolische erste Spatenstich durch den Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt, den Minister für Bau und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Karl-Heinz Daehre, sowie durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen Leipzig/Halle GmbH, Volkmar Stein, und den Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH, Eric Malitzke.

Historischer Spatenstich

Im August 2005 ging auch das neue GAT (General Aviation Terminal) im Terminal A in Betrieb. Abgefertigt werden hier alle Sonderflüge im Bereich Geschäfts- und Privatreiseverkehr.
Im Zuge der Umgestaltung des Terminal A, welches bis 1995 der Fluggastabfertigung diente, entstand auch eine neue, rund 140 Quadratmeter große Flughafen-Lounge, die für VIP-Flüge sowie für Veranstaltungen genutzt werden kann.
Das ehemalige, im Südbereich angesiedelte, GAT befand sich auf den Flächen, auf denen die neue Start- und Landebahn Süd entstehen sollte und musste aus diesem Grund verlagert werden. Der Umzug in das Terminal A des Flughafens bedeutet für die Passagiere eine verbesserte Erreichbarkeit sowie dank der Modernisierungsmaßnahmen und Kapazitätserweiterung zusätzlichen Komfort. Bis Mitte 2006 wurden insgesamt rund 1,3 Millionen Euro in den Umbau des Terminal A investiert. Neben der Einrichtung des GAT zur Abfertigung von VIP-, Geschäfts- und Privatflügen umfassten die Baumaßnahmen auch die Herrichtung mehrerer Lounge- und Bürobereiche sowie eines Ankunfts- bzw. Abflugbereiches, der für Zeiten mit erhöhtem Passagieraufkommen sowie für Sonderflüge vorgesehen ist.
Die Windrose Air Jetcharter GmbH, ein in Berlin ansässiger Anbieter von Geschäfts-, Privat-, und Ambulanzflügen, war der erste Mieter im neu gestalteten Terminal A. Windrose Air verfügt über einen eigenen Empfangs- und Loungebereich, der exklusiv den Passagieren des Unternehmens zur Verfügung steht.

GAT

Vertragsverhandlungen abgeschlossen: Flughafen Leipzig/Halle und DHL unterzeichnen Vertrag

Am 21. September 2005 wurde der Vertrag zur Errichtung des europäischen Luftfrachtdrehkreuzes der Expresstochter der Deutschen Post World Net, DHL, am Flughafen Leipzig/Halle unterzeichnet. Nach der Absichtserklärung der Deutschen Post World Net vom 9. November 2004 wurde damit das Übereinkommen zur Verlagerung des DHL-Drehkreuzes nach Leipzig/Halle ratifiziert. Ihre Unterschrift unter das Vertragswerk setzten die Geschäftsführer der DHL Hub Leipzig GmbH, Michael Reinboth und Joachim Schlüsener sowie Eric Malitzke, Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH und Volkmar Stein, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG. Mit dem Vertragsabschluss haben DHL und der Flughafen Leipzig/Halle die Grundlage für eine langjährige Kooperation geschaffen, die den mitteldeutschen Airport zu einem der bedeutendsten Frachtumschlagplätze in Europa werden lässt. Ab 2008 werden täglich rund 50 DHL-Frachtflugzeuge den Flughafen Leipzig/Halle als Drehscheibe nutzen, um pro Nacht bis zu 2.000 Tonnen umzuschlagen und weltweit weiterzutransportieren.

DHL

2006

Mit seiner Entscheidung vom 9. November 2006 hat das Bundesverwaltungsgericht endgültig den Weg frei gemacht, um den Flughafen Leipzig/Halle zu einem Frachtdrehkreuz ausbauen zu können. Der Standort kann sich nun zu einem bedeutenden Luftfrachtdrehkreuz entwickeln und die Region Leipzig-Halle als wettbewerbsfähigen Logistikstandort von europäischer Geltung etablieren.


 

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